Europäische Union · Onlinekäufer in der EU, letzte 12 Monate
Onlineshopping in der EU: Wie viele Menschen online kaufen
Stand: 2025 Eurostat Nächstes Update: Jährlich, meist im Frühjahr für das vorangegangene Erhebungsjahr
Der Anteil der Menschen in der EU27, die im vergangenen Jahr Waren oder Dienstleistungen online gekauft haben. Die länderübergreifende Basis aus der offiziellen EU-Erhebung zur Internetnutzung.
Wie viele Menschen kaufen in der EU online ein? 73,6 % der 16- bis 74-Jährigen in der EU haben in den zwölf Monaten vor der Erhebung 2025 Waren oder Dienstleistungen online gekauft. Im Jahr 2020 waren es 64,7 %. Das zeigt die Eurostat-Erhebung zur Internetnutzung.
Das Wichtigste in Kürze
- 73,6 % der 16- bis 74-Jährigen in der EU haben in den zwölf Monaten vor der Erhebung 2025 online gekauft, nach 64,7 % im Jahr 2020.
- Rund drei von vier Menschen in der EU kaufen innerhalb eines Jahres online ein. An dieser Basis misst sich jeder nationale Markt.
- Der Durchschnitt steigt weiter, weil Mitgliedsstaaten mit niedriger Quote aufholen. Neue Onlinekäufer kommen in Europa deshalb zunehmend aus Märkten außerhalb des gesättigten Nordens.
- Ein EU-Durchschnitt ist ein Mittelwert, kein Markt: Länder mit hoher Quote liegen klar darüber, mehrere Märkte im Süden und Osten klar darunter. Für Markteintritte brauchst du die nationalen Werte.
- Alle Mitgliedsstaaten führen dieselbe Erhebung durch. Nationale Werte lassen sich deshalb ohne Definitionsunterschiede mit dieser Basis vergleichen.
Die Daten
| Zeitraum | Onlinekäufer in der EU, letzte 12 Monate |
|---|---|
| 2025 | 73,6 % |
| 2024 | 71,8 % |
| 2023 | 69,6 % |
| 2022 | 68,0 % |
| 2021 | 67,1 % |
| 2020 | 64,7 % |
Was das für E-Commerce- und D2C-Brands bedeutet
Wenn du in mehr als einem europäischen Markt verkaufst oder das planst, ist das deine Referenzlinie. Der Anteil der Onlinekäufer in einem Land sagt erst im Vergleich etwas aus: Märkte über dem EU-Schnitt bieten viele geübte Onlinekäufer und meist etablierten Wettbewerb. Märkte darunter haben kleinere Zielgruppen, in denen du noch Geld in die Erklärung deiner Kategorie steckst. Damit ist die Zahl ein erster Filter für die Reihenfolge deiner Expansion und für die Budgetverteilung zwischen Ländern. Sie diszipliniert auch die Absatzplanung: Wer für Europa ein Wachstum deutlich über dem Wachstum der Onlinekäufer plant, setzt darauf, Marktanteile zu gewinnen. Diese Wette solltest du bewusst eingehen.
Was diese Statistik nicht zeigt
Der EU27-Durchschnitt verdeckt große Unterschiede zwischen den Ländern. Weil er nach Bevölkerung gewichtet ist, dominieren ihn die großen Mitgliedsstaaten, Bewegungen in kleineren Märkten gehen darin fast unter. Die Erhebung zählt jeden, der in zwölf Monaten mindestens einmal online gekauft hat, und sagt nichts über Ausgaben oder Kaufhäufigkeit. Sie erfasst Personen von 16 bis 74 Jahren, die ältesten Jahrgänge fehlen also. Als Stichprobenerhebung hat sie eine statistische Unschärfe, und Werte vor der Umstellung 2020 sind nicht vergleichbar.
Häufige Fragen
Wie viele Menschen kaufen in der EU online ein?
73,6 % der 16- bis 74-Jährigen haben in den zwölf Monaten vor der Eurostat-Erhebung 2025 etwas online gekauft, nach 64,7 % im Jahr 2020. In jedem großen EU-Markt kauft damit eine klare Mehrheit der Erwachsenen online ein.
Wie viele Deutsche kaufen online ein?
Deutschland liegt seit Jahren deutlich über dem EU-Schnitt von zuletzt 73,6 %. Eurostat erhebt für jedes Mitgliedsland denselben Indikator, Destatis veröffentlicht die deutschen Werte zusätzlich in eigenen Meldungen. Achte beim Vergleich darauf, ob sich der Anteil auf alle Personen oder nur auf Internetnutzer bezieht.
Warum nennen andere Statistiken höhere Werte?
Weil sie oft eine andere Bezugsgröße nutzen. Diese Seite teilt die Onlinekäufer durch alle Personen von 16 bis 74 Jahren. Manche Veröffentlichungen von Eurostat und Destatis beziehen sich nur auf Internetnutzer, das ergibt für dasselbe Jahr einen um einige Prozentpunkte höheren Wert. Prüfe vor jedem Vergleich, worauf sich die Zahl bezieht.
Wächst Onlineshopping in der EU noch?
Ja, aber nur noch um ein bis zwei Prozentpunkte pro Jahr. Der Anteil stieg von 64,7 % im Jahr 2020 auf 73,6 % in der Erhebung 2025. Das meiste verbleibende Wachstum kommt aus Mitgliedsstaaten, die unter dem Durchschnitt gestartet sind.
In welchen EU-Ländern kaufen die meisten Menschen online?
Eurostat veröffentlicht denselben Indikator für jedes Mitgliedsland. Die nordischen Länder, die Niederlande und Irland liegen weit über dem EU-Schnitt, mehrere Länder im Süden und Osten deutlich darunter. Der EU-Wert ist deshalb ein Mittelwert, kein Markt.
Welche Länder umfasst der EU-Wert?
Die 27 Mitgliedsstaaten in der Zusammensetzung seit 2020, Großbritannien ist also nicht enthalten. Das Aggregat ist nach Bevölkerung gewichtet. Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Polen bestimmen deshalb den Großteil seiner Bewegung. Die Zeitreihe beginnt 2020, weil Eurostat die Erhebung damals umgestellt hat.
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