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Deutschland · Deutsche Unternehmen mit E-Commerce-Umsätzen

Deutsche Unternehmen mit Onlineverkauf: Anteil mit E-Commerce-Umsätzen

23,1 % ▲ +0,1 Pp. ggü. 2024

Stand: 2025 Eurostat Nächstes Update: Jährlich, meist gegen Ende des Erhebungsjahres

Der Anteil der deutschen Unternehmen mit zehn oder mehr Beschäftigten, die Waren oder Dienstleistungen online verkaufen. Das Gegenstück zur Erhebung über Onlinekäufer, aus Sicht der Verkäufer.

Von Daniel Busch, Chief of Staff

Wie viele Unternehmen in Deutschland verkaufen online? 23,1 % der deutschen Unternehmen mit zehn oder mehr Beschäftigten hatten laut Eurostat-Erhebung 2025 E-Commerce-Umsätze. Die Erhebung fragt nach Verkäufen im vorangegangenen Kalenderjahr. Deutschland liegt nahe am EU-Schnitt.

Das Wichtigste in Kürze

  • 23,1 % der deutschen Unternehmen mit zehn oder mehr Beschäftigten hatten laut Erhebung 2025 E-Commerce-Umsätze. Die Angaben beziehen sich auf das vorangegangene Kalenderjahr.
  • Das ist die Verkäuferseite des deutschen E-Commerce: Die Seite zu Onlinekäufern zählt die Käufer, diese Seite die Unternehmen, die um sie konkurrieren.
  • Deutschland hat seinen frühen Vorsprung verloren. 2010 lag der Anteil deutlich über dem EU-Schnitt, seit der Erhebung 2020 liegt er knapp darunter, weil der Rest der EU aufgeholt hat.
  • Den Höchststand erreichte die Reihe mit 28,5 % im Jahr 2016, den Tiefstand mit 20,0 % im Jahr 2020. Die Veränderungen von Jahr zu Jahr sind klein, lies die Richtung deshalb über mehrere Erhebungen.
  • Jeder zusätzliche Prozentpunkt bedeutet mehr deutsche Unternehmen, die in denselben Auktionen bieten und an dieselben Haushalte liefern. Die Linie ist damit auch ein Maß für die Wettbewerbsdichte.
  • Die Kennzahl umfasst neben Onlineshops auch B2B- und EDI-Verkäufe. Sie zeigt also, wie digital der deutsche Vertrieb insgesamt ist, nicht nur der Handel mit Konsumenten.

Die Daten

Deutsche Unternehmen mit E-Commerce-Umsätzen, Deutschland Liniendiagramm: Deutsche Unternehmen mit E-Commerce-Umsätzen im Zeitverlauf. Alle Werte stehen in der Datentabelle auf dieser Seite. 20,0 % 25,0 % 30,0 % 2010 2014 2018 2021 2025
Abb. 1. Deutsche Unternehmen mit E-Commerce-Umsätzen, Deutschland (Anteil der Unternehmen in Prozent, nicht saisonbereinigt). Quelle: Eurostat.

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Deutsche Unternehmen mit E-Commerce-Umsätzen (Anteil der Unternehmen in Prozent, nicht saisonbereinigt). Quelle: Eurostat
Zeitraum Deutsche Unternehmen mit E-Commerce-Umsätzen
2025 23,1 %
2024 23,0 %
2023 22,2 %
2022 22,4 %
2021 21,8 %
2020 20,0 %
2019 20,1 %
2018 21,6 %
2017 25,7 %
2016 28,5 %
2015 27,2 %
2014 25,5 %
2013 25,8 %
2012 24,5 %
2011 21,9 %
2010 23,9 %

Was das für E-Commerce- und D2C-Brands bedeutet

Wenn du nach Deutschland verkaufst, zeigt dir diese Linie ungefähr, wie voll das digitale Regal wird. Die Käufer zählt die Seite zu Onlinekäufern, hier steht die andere Hälfte der Marktgleichung: die Zahl der etablierten deutschen Unternehmen, bei denen diese Käufer bestellen können. Steigt der Anteil, hast du mehr Wettbewerber in den Auktionen von Google Shopping und Meta, mehr Bieter im Retail Media und mehr ähnliche Produkte nur einen Klick entfernt. Das treibt die Akquisitionskosten, auch wenn die Nachfrage stagniert. Trenne das in deinen eigenen Zahlen: Steigende CPCs durch mehr Wettbewerb sehen genauso aus wie eine schwächere Performance deiner Kanäle, solange du die Ergebnisse pro Kanal nicht gegen eine Marktlinie wie diese hältst. Die Zahl zeigt auch Freiräume: In Kategorien, in denen deutsche Unternehmen noch überwiegend offline verkaufen, trifft ein digitaler Neueinsteiger auf den am wenigsten etablierten Wettbewerb.

Was diese Statistik nicht zeigt

Die Erhebung erfasst Unternehmen mit zehn oder mehr Beschäftigten. Die vielen Kleinstunternehmen, darunter die meisten kleinen Onlineshops und D2C-Startups, fehlen also. Sie umfasst B2B-Handel und EDI-Verkäufe und zählt damit nicht nur Shops für Konsumenten. Ein Unternehmen zählt einmal, egal ob der E-Commerce einen kleinen Teil seines Umsatzes ausmacht oder den ganzen. Über das Volumen der Onlineverkäufe sagt die Zahl deshalb nichts. Die Fragen zum E-Commerce beziehen sich auf das Kalenderjahr vor dem Erhebungsjahr, und als Stichprobenerhebung hat die Reihe eine statistische Unschärfe.

Häufige Fragen

Wie viele Unternehmen in Deutschland verkaufen online?

23,1 % der deutschen Unternehmen mit zehn oder mehr Beschäftigten hatten laut Eurostat-Erhebung 2025 E-Commerce-Umsätze, nach 23,0 % ein Jahr zuvor. Als E-Commerce zählen Bestellungen über eine Website, eine App oder EDI-Nachrichten.

Wie schneidet Deutschland im EU-Vergleich ab?

Früher lag Deutschland vorn, heute liegt es nahe am Durchschnitt. 2010 verkauften 23,9 Prozent der deutschen Unternehmen online, in der EU waren es 14,6 Prozent. Seit der Erhebung 2020 liegt Deutschland knapp unter dem EU-Schnitt. 2025 kam es mit 23,1 Prozent gegenüber 23,6 Prozent auf Platz 17 der 27 Mitgliedsstaaten. Vorn liegen Litauen, Dänemark, Schweden und Irland.

Verkaufen heute mehr deutsche Unternehmen online als früher?

Den Höchststand erreichte der Anteil mit 28,5 % im Jahr 2016, den Tiefstand mit 20,0 % im Jahr 2020. In der Erhebung 2025 lag er bei 23,1 %. Die Veränderungen zwischen den Erhebungen sind meist klein, verlässlich ist die Richtung über mehrere Jahre.

Auf welches Jahr beziehen sich die Zahlen?

Auf das Jahr vor der Erhebung. Die EU-Erhebung zur IKT-Nutzung in Unternehmen fragt nach den E-Commerce-Verkäufen im vorangegangenen Kalenderjahr. Der Wert für 2025 beschreibt also die Verkäufe im Jahr davor.

Zählt die Statistik jeden deutschen Onlineshop?

Nein. Die Erhebung erfasst Unternehmen mit zehn oder mehr Beschäftigten außerhalb von Landwirtschaft, Bergbau und Finanzsektor. Kleinstunternehmen unter dieser Schwelle, darunter viele kleine Shops und D2C-Brands, fehlen. Gezählt werden auch B2B- und EDI-Verkäufe. Die Zahl misst also, wie digital der deutsche Vertrieb insgesamt ist, nicht die Zahl der Onlineshops für Konsumenten.

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