Deutschland · Post- und Kurierpreise Deutschland, zum Vorjahr
Post- und Kurierpreise in Deutschland: Preisentwicklung zum Vorjahr
Stand: Q2 2026 Eurostat (Daten: Destatis) Nächstes Update: Quartalsweise, etwa zehn Wochen nach Quartalsende
Die Veränderung der Erzeugerpreise für Post- und Kurierdienste in Deutschland gegenüber dem Vorjahresquartal. Der amtliche Wert dafür, was die Versandkosten mit den Margen im deutschen E-Commerce machen.
Steigen die Post- und Kurierpreise in Deutschland weiter? Die Erzeugerpreise für Post- und Kurierdienste veränderten sich im Q2 2026 um 2,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal, im Schnitt über die letzten vier Quartale um 3,7 %. Grundlage sind Daten von Destatis, veröffentlicht von Eurostat.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Erzeugerpreise für Post- und Kurierdienste in Deutschland veränderten sich im Q2 2026 um 2,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal, im Schnitt über die letzten vier Quartale um 3,7 %.
- Der Versand gehört zu den größten variablen Kosten im deutschen E-Commerce. Diese Reihe aus der amtlichen Erzeugerpreisstatistik ist das marktweite Preissignal dafür.
- Steigen die Kurierpreise kräftig, werden Schwellen für kostenlosen Versand und Deckungsbeiträge im ganzen Markt gleichzeitig enger.
- Im gezeigten Zeitraum reichte die Jahresrate von 1,0 % im Q2 2023 bis 5,7 % im Q3 2025.
- Die Reihe erscheint quartalsweise. Lies sie als Kostenhintergrund, nicht als monatliches Handelssignal.
Die Daten
| Zeitraum | Post- und Kurierpreise Deutschland, zum Vorjahr |
|---|---|
| Q2 2026 | 2,7 % |
| Q1 2026 | 1,6 % |
| Q4 2025 | 4,8 % |
| Q3 2025 | 5,7 % |
| Q2 2025 | 4,7 % |
| Q1 2025 | 4,6 % |
| Q4 2024 | 3,9 % |
| Q3 2024 | 3,9 % |
| Q2 2024 | 5,1 % |
| Q1 2024 | 4,8 % |
| Q4 2023 | 3,0 % |
| Q3 2023 | 1,2 % |
| Q2 2023 | 1,0 % |
| Q1 2023 | 2,8 % |
| Q4 2022 | 3,3 % |
| Q3 2022 | 3,7 % |
| Q2 2022 | 3,2 % |
| Q1 2022 | 2,0 % |
| Q4 2021 | 2,0 % |
| Q3 2021 | 1,9 % |
| Q2 2021 | 1,9 % |
| Q1 2021 | 1,7 % |
| Q4 2020 | 1,8 % |
| Q3 2020 | 1,9 % |
| Q2 2020 | 3,6 % |
| Q1 2020 | 4,5 % |
| Q4 2019 | 4,2 % |
| Q3 2019 | 4,4 % |
| Q2 2019 | 2,9 % |
| Q1 2019 | 2,6 % |
| Q4 2018 | 1,8 % |
| Q3 2018 | 1,7 % |
| Q2 2018 | 1,3 % |
| Q1 2018 | 1,1 % |
| Q4 2017 | 1,4 % |
| Q3 2017 | 1,3 % |
| Q2 2017 | 1,6 % |
| Q1 2017 | 1,6 % |
| Q4 2016 | 1,7 % |
| Q3 2016 | 1,4 % |
Was das für E-Commerce- und D2C-Brands bedeutet
Jede deutsche E-Commerce-GuV zahlt diese Linie mit. Steigen die Kurierpreise schneller als dein durchschnittlicher Bestellwert, schrumpft der Deckungsbeitrag, ohne dass jemand etwas entschieden hat, und kostenloser Versand wird still zum teureren Versprechen. Vergleichst du die Entwicklung deiner verhandelten Tarife mit diesem Marktwert, siehst du, ob deine Logistik besser abschneidet als der Markt oder nur mitläuft. Ein abkühlender Wert ist ein Argument für die nächste Verhandlung mit deinem Versanddienstleister.
Was diese Statistik nicht zeigt
Der Index umfasst Post- und Kurierdienste insgesamt, einschließlich Briefpost, und ist keine reine Paketpreisliste. Weil Briefpost enthalten ist, bewegen regulierte Portoänderungen wie die Erhöhung der Deutschen Post zum Januar 2025 den Index, auch wenn sich Pakettarife nicht ändern. Deine verhandelten Tarife können sich anders entwickeln als der Marktindex. Die Reihe erscheint quartalsweise und unbereinigt. Einzelne Quartale können deshalb schwanken, verlässlich ist der Vorjahresvergleich.
Häufige Fragen
Steigen die Versandkosten in Deutschland weiter?
Die Erzeugerpreise für Post- und Kurierdienste in Deutschland veränderten sich im Q2 2026 um 2,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal, im Schnitt über die letzten vier Quartale um 3,7 %. Im gezeigten Zeitraum reichte die Jahresrate von 1,0 % im Q2 2023 bis 5,7 % im Q3 2025.
Zahlt mein Shop diese Preise für den Versand?
Nicht direkt. Es ist der marktweite Preisindex für Post- und Kurierdienste an Geschäftskunden in Deutschland. Einzelne Verträge bewegen sich um diesen Wert herum. Genau deshalb taugt er als Maßstab für Verhandlungen.
Warum weicht der Wert von den Preiserhöhungen bei DHL, Hermes oder DPD ab?
Versanddienstleister ändern ihre Listenpreise ein- oder zweimal im Jahr, und was du tatsächlich zahlst, hängt von Vertrag, Volumen, Paketgrößen und Zuschlägen ab. Der Index mittelt die Preise über Anbieter und Leistungen, einschließlich Briefpost. Er verläuft deshalb ruhiger als jede einzelne Preisliste und erscheint etwa zehn Wochen nach Quartalsende.
Umfasst der Index nur Pakete?
Nein. NACE H53 fasst die Postdienste der Universaldienstleister, zu denen die Briefpost gehört, mit anderen Post-, Kurier- und Expressdiensten zusammen. Paket- und Expressdienste sind ein Teil davon, aber auch Änderungen beim Briefporto bewegen den Index.
Wie nutze ich den Index in Verhandlungen mit Versanddienstleistern?
Vergleiche die Veränderung deiner eigenen Tarife zum Vorjahr mit dem Index, der über die letzten vier Quartale im Schnitt bei 3,7 % lag. Sind deine Tarife deutlich stärker gestiegen, hast du ein Argument für eine Nachverhandlung oder Ausschreibung. Sind sie langsamer gestiegen, schneidet dein Vertrag besser ab als der Markt.
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