Channel

Eine bestimmte Marketing-Fläche oder ein Distributionsweg, über den du Kunden erreichst. Die Einheit, auf der das meiste Performance-Reporting und die Budgetverteilung stattfinden.

Daniel Busch
Geschrieben von Daniel Busch · Chief of Staff

Kurz gesagt

  • Beispiele: Meta Paid, Google Paid Search, Organic Search, E-Mail, Affiliate, Direct, Organic Social
  • „Kanal“ ist keine feste Liste, jedes Team zieht die Grenzen anders, und die Definition zählt
  • Bei der Kanal-Attribution wird der plattformübergreifende Kampf um den Credit ausgetragen
  • Eine starke Kanal-Taxonomie macht Attribution lesbar. Eine schwache Taxonomie versteckt die Wahrheit in schief geschnittenen Buckets

Warum die Kanal-Definition zählt

Ein „Kanal“ ist ein Bucket, in den du Marketing-Aktivität steckst. Jedes Performance-Dashboard, das du je liest, ist implizit an einer Kanal-Taxonomie verankert. Ist die Taxonomie unscharf, sind die Zahlen unscharf.

Drei feine Fragen, die jede Kanal-Taxonomie beantworten muss:

  1. Was zählt als „Paid Social“? Nur Meta? Meta + TikTok + LinkedIn? Auch Snap, Reddit, Pinterest?
  2. Ist Branded Search getrennt von Non-Branded? Sie verhalten sich völlig unterschiedlich, aber die meisten Standard-Dashboards werfen sie in einen Topf.
  3. Wo sitzen Affiliates, Influencer und Content-Partnerschaften? Meist ein eigener Kanal. Manchmal in „Sonstiges“ eingeklappt.

Zwei Teams, die auf denselben Umsatz schauen, aber mit unterschiedlichen Kanal-Taxonomien, kommen zu unterschiedlichen Schlüssen darüber, was funktioniert.

Kanal-Granularität

Du kannst denselben Media Spend auf viele Arten schneiden. Von grob nach fein:

  • Top-Level, Paid, Owned, Earned, Direct
  • Mid-Level, Paid Social, Paid Search, Display, E-Mail, SEO
  • Feingranular, Meta Prospecting, Meta Retargeting, Google Brand, Google Non-Brand, Google Shopping, …
  • Kampagnen-Level, einzelne Kampagnennamen

Strategisches Reporting (Board, CMO) braucht Top- oder Mid-Level. Taktische Optimierung (Media-Buyer) braucht Feingranular oder Kampagnen-Level. Ein gutes Dashboard-System erlaubt den Wechsel zwischen den Ebenen, ohne die Abstimmung zu verlieren.

Reibung bei der Kanal-Attribution

Die mit Abstand größte Quelle für Cross-Channel-Chaos sind Plattformen, die Credit für sich beanspruchen, den sie nicht verdienen. Metas Pixel schreibt Meta-berührte Conversions Meta zu. Googles Pixel schreibt Google-berührte Conversions Google zu. Summierst du sie, übersteigst du den Gesamtumsatz.

Ein unabhängiger Attributions-Layer (nicht der Pixel einer Plattform) löst das auf. Er liest Daten aus jedem Kanal ein, wendet ein konsistentes Modell an und erzeugt eine Credit-Verteilung, die sich auf 100 % des Umsatzes summiert.

Häufige Fehler

  • Jede Plattform den Kanal definieren lassen. „Direct“ in GA4 umfasst jeden nicht attribuierten Besuch. „Direct“ in deinem CRM umfasst womöglich Affiliate-Traffic mit kaputtem Tracking. Gleiches Wort, andere Bedeutung.
  • Paid und Organic in einem Bucket mischen. Ein „Search“, das Paid und SEO zusammenwirft, ist nichtssagend, sie haben eine andere Ökonomie.
  • Die Taxonomie ohne Versionierung ändern. Jahresvergleiche zwischen Kanälen zerbrechen, wenn sich die Kanal-Definitionen mitten in der Periode still verschieben.

FAQ zu Kanal

Was zählt als Marketing-Kanal?

Ein Kanal ist ein Bucket, um Marketing-Aktivität zu gruppieren, Meta Paid, Google Paid Search, E-Mail, SEO, Affiliate, Direct. Jedes Team zieht die Grenzen leicht anders. Worauf es ankommt, ist Konsistenz.

Wie granular sollte meine Kanal-Taxonomie sein?

Top-Level fürs Board-Reporting (Paid, Owned, Earned). Mid-Level für Team-Dashboards (Paid Social, Paid Search, E-Mail). Feingranular für Media-Buyer (Meta Prospecting, Google Brand usw.). Ein gutes System erlaubt den Wechsel zwischen den Ebenen.

Warum variiert die Kanal-Attribution zwischen Reports?

Weil verschiedene Reports verschiedene Kanal-Taxonomien nutzen. „Paid Social“ in einem Report umfasst vielleicht LinkedIn. In einem anderen nicht. Erst eine standardisierte Taxonomie macht die Abstimmung über Reports hinweg möglich.